Die Rasse

Geschichte: Unter den seit Jahrhunderten bekannten Jagdhunderassen ist der Amerikanische Cocker eigentlich die jüngste Rasse. Sie ist in den USA aus den Cocker Spaniels entstanden und hat sich über Jahrzehnte allmählich entwickelt, bis sie im September 1946 als eigenständige Hunderasse anerkannt wurde.

Auch die Zucht des „American Cocker“ geht auf Ch. Obo, des englischen Züchters James Farrow zurück. Eine Tochter von „Obo“, nämlich „Chloe II“ wurde in die USA importiert und begründete erst einmal die Zucht der englischen Cocker. Über viele Jahre hinweg konzentrierten sich Cockerzüchter in den USA auf die Zucht nach dem Standard des Herkunftslandes. Erst in den dreißiger Jahren unseres Jahrhunderts spalteten sich die Züchter in zwei Lager auf, weil immer mehr ein etwas anderer Hundetyp herausgezüchtet worden war. Inzwischen waren die Züchter des amerikanischen Schlages bereits in der Überzahl und nur eine Minderheit blieb bei dem englischen Erscheinungsbild. Nach der Herausgabe eines eigenen Rassestandards interessierten sich auch alsbald europäische Züchter für diese interessante Rasse. 1950 gelangte der erste Import nach Deutschland, 1954 folgte eine Züchterin aus den Niederlanden und auch in Frankreich war diese Rasse kurz darauf zu sehen. Inzwischen sind die American Cocker regelmäßig auf Zuchtschauen zu sehen und finden auch aufgrund ihres Wesens und ihrer Bewegungsfreude viele Freunde als Familienhunde. Verwendung: Von seiner Herkunft ist der American Cocker ein Jagdhund, obwohl dies heute keine nennenswerte Rolle mehr spielt. Gleichwohl ist diese Herkunft wichtig, weil dadurch ganz wesentlich seine Bewegungsfähigkeit und sein Wesen geprägt wird. Der „Ami“, wie er auch liebevoll genannt wird, hat weder die Fähigkeiten seiner Nase verloren, noch seine Bewegungsfreude und Ausdauer. Der Ami ist heute ein Familienhund, auch wenn in der Vergangenheit immer wieder einzelne Hunde auf jagdlichen Prüfungen zu sehen waren.

Standard: Der „American Cocker“ „ist das kleinste Mitglied in der Spanielfamilie. Er hat ein kräftiges, kompaktes Gebäude, einen fein gemeißelten, edlen Kopf und ist insgesamt ein völlig ausgewogener Hund von idealer Größe.“ So weit der Beginn des FCI-Standards 167. Er hat ein relativ üppiges Haarkleid und eine Schulterhöhe zwischen knapp 35 und gut 38 Zentimetern. Die Farben variieren zwischen rot, schwarz, braun, schwarz/weiß, rot/weiß und braun/weiß. In allen Farben außer rot und rot/weiß sind Lohabzeichen möglich. Der Standard sagt über das Gangwerk: „Der Cocker Spaniel, wenn auch der Kleinste der Jagdhunde, muß die typische Gangart eines Jagdhundes besitzen.“ Kraftvoller Schub aus einer gut bemuskelten Hinterhand wird von einer richtig gewinkelten Vorhand aufgenommen und in eine ungehinderte, weit ausgreifende Vorwärtsbewegung umgesetzt.
Eigenschaften: Der Ami ist heute ein fröhlicher, bewegungsfreudiger Familienhund. Er ist verschmust, häufig auch etwas verfressen und hängt an seiner Familie. Er kann durchaus wachsam sein, ist aber kein Wachhund. Sein Haarkleid ist auch für den Stadthund kein Problem, weil es durch die täglichen Spaziergänge, das Spielen in freier Natur eben etwas weniger üppig ist.
Besonderheiten: Der „Ami“ ist temperamentvoll und liebt Bewegung. Er ist leicht zu erziehen und hängt an seiner Familie. Sein Gehorsam und seine leichte Führigkeit sind ihm bereits in die Wiege gelegt.

Neben diesen Fakten muß man aber eines feststellen: wer in diese wachen und intelligenten Augen blickt, kann sich der Faszination dieser Rasse nicht entziehen.
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